Lektorat

Text lektorieren

Ein guter und fehlerfreier Text ist die Visitenkarte des Herausgebers oder des Unternehmens, welches in dem Text beworben wird und kann ein Türöffner für erfolgreiche, neue Geschäftskontakte sein.
Manches Ziel lässt sich, egal in welcher Branche, mit einem stilvollen und verständlichen Text leichter erreichen. Ein professionell lektorierter Text wird alle Anforderungen erfüllen und die Zielgruppe ansprechen.

 

Lektorat

 

Textaufbau

Gleiches kann für die gesamte redaktionelle Arbeit gesagt werden, denn auch ein Buch lebt von der Spannung, welche durch geschickt gewählte Wortwahl durch ein Lektorat abschließend erreicht wird.

 

Wenn Texte mit Rechtschreib- und/oder Grammatikfehlern veröffentlicht werden, kann dies schwerwiegende und durchaus bleibende Schäden in einer Geschäftsbeziehung verursachen. Nicht selten wird vom publizierten Werk auf die Kompetenz eines Unternehmers oder Unternehmens geschlossen, was aber zwangsläufig nicht immer zu verallgemeinern ist. In der Regel wird ein Unternehmen die eigene Werbe- oder PR-Abteilung beauftragen, korrekten Text zu verfassen und die fertige Version selbst zu lektorieren. Sollten keine Fachkräfte mit einem Abschluss in den Richtungen Germanistik, deutsche Sprache und Linguistik oder in einem artverwandten Beruf für das Lektorat zur Verfügung stehen, ist man sicherheitshalber gut beraten, vor der Veröffentlichung von Texten aller Art diese mindestens von einem Korrektor gegenlesen zu lassen.

Satzaufbau

Ein gut verständlicher Satz besteht im Schnitt aus zirka 10 Worten. Bei längeren oder verschachtelten Sätzen vergeht manch einem Leser die Lust auf die Lektüre; vielen Menschen mit einer Legasthenie (Leseschwäche) mangelt es an der Fähigkeit, Wörter wie auch zusammenhängende Texte zu lesen oder zu schreiben. In der Grammatik wird ein Satz als eine Wortfolge beziehungsweise als ein Wortgefüge einer aus mehreren Wörtern bestehenden, in sich geschlossenen Aussage, Frage oder einer Aufforderung in einer sprachlichen Einheit verstanden. Ein Lektor hat auch hier die Aufgabe, alles stimmig zu formulieren.

Der Lektor

Die Bezeichnung Lektor (aus dem Lateinischen lector „Leser“ oder „Vorleser“) steht heute für verschiedene Bedeutungen:
• Der Verlagslektor als Angestellter oder freier Mitarbeiter eines Verlags hat die Aufgabe, vorgelegte Manuskripte zu bearbeiten, zu redigieren und zu beurteilen.
• Ein Lektor an einer Universität ist ein Angestellter für einen Lehrauftrag.
• Der katholische Lektor deklamiert im Gottesdienst die Schriftlesungen vor dem Evangelium.
• Der orthodoxe Lektor bekleidet ein kirchliches Amt.
• Der evangelische Lektor kann ein Laie mit theologischer Grundbefähigung sein, der an der öffentlichen Wortverkündigung beteiligt ist.

Wie wird man Lektor im Verlagswesen?

In der Regel wird nach dem Hochschulstudium noch ein Volontariat von einem Lektor verlangt, zuvor sind Praktika im Verlagsbereich oder in ähnlichen Bereichen günstig und empfehlenswert.
Dass das Berufsbild des Lektors nur im Lesen besteht, wie oft irrtümlich angenommen. In Wirklichkeit sieht der Alltag oft vollkommen anders aus. Zwischen den Kontakten zu Autoren und Illustratoren muss vom Lektor auch noch die Feinarbeit am Text erledigt werden. Korrektorat, Lektorat und Recherchen sind erforderlich. Auch wenn es schon autodidaktischen Quereinsteigern gelungen ist, die hohen Anforderungen in diesem Beruf zu meistern, sollte man die Belastung nicht unterschätzen.

Gutes und stilvolles Deutsch in Wort und Schrift, umfangreiche Kenntnisse der deutschen Grammatik und Rechtschreibung, basierend auf den Empfehlungen der Duden-Redaktion, sowie Fantasie wie auch Kenntnisse in den zu redigierenden Fachbereichen sind Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Lektor. Zunehmend wird auch Kompetenz im Management von einem Lektorat gefordert.

Gesundheitliche Anforderungen an einen Lektor

Das regelmäßige Sitzen am Computer in einem Lektorat wird zwar durch erforderliche Nebenarbeiten unterbrochen, doch sollte man einen gesunden Rücken haben, um die sitzende Beanspruchung gut zu überstehen. Außerdem sollte ein ausgeglichenes Nervenkostüm zur Verfügung stehen; ein Lektorat wird oft auch mit mehreren thematisch unterschiedlichen Arbeiten gleichzeitig betraut. Dies macht für einen Lektor eine gewisse geistige Flexibilität und einen ausgeprägten Intellekt erforderlich.

Als freier Lektor arbeiten

Da das Arbeitsfeld in einem Lektorat stark von Einzelentscheidungen geprägt ist, besteht auch die Möglichkeit, sich als Lektor selbstständig zu machen und von zuhause aus zu arbeiten. Da Lektoren und Lektorinnen oft für mehrere Verlagsprojekte zeitgleich verantwortlich sind und sie durch die Erscheinungstermine leicht unter Druck stehen können, sind nicht selten Überstunden zur Bewältigung dieser Arbeit in einem Lektorat notwendig.

Aber Achtung: Selbst wenn jemand 10 Jahre lang Germanistik studiert hat, aber kein Sprachgefühl entwickeln kann, wird es mit einem selbstständigen Lektorat auf Dauer nichts. Das sind dann die Lektoren, die Texte in das Grab lektorieren. Im einschlägigen Buchhandel kann man sich oft ein eigenes Bild machen, wie unterschiedlich die Stapel der gelieferten Bücher abverkauft werden. Der Lektor hat die verantwortungsvolle Aufgabe, als Bindeglied zwischen dem Autor und dem Verlag zu operieren und ist, obwohl er im Hintergrund in seinem Lektorat arbeitet, ein wichtiger und unabdingbarer, also ein unentbehrlicher Mitarbeiter oder Selbstständiger. Wichtig ist die Liebe zur Literatur und zum Buch als Gesamtwerk sowie das Talent zum Redigieren, will man ein Lektorat betreiben.

Lektorat suchen

Ein Lektorat zu finden ist nicht schwer. Egal ob man in Bayern, im Saarland, NRW, Brandenburg, Sachsen oder Hessen ein Lektorat sucht; in allen größeren Städten, wie in Berlin, Hannover, Hamburg, München oder Dresden wird man ein Lektorat finden. Viele freie Lektoren sind auch im Umland oder auf dem Land zu finden. So verzeichnet Google bei der Suche nach einem Lektorat in Bielefeld ungefähr 435.000 Ergebnisse! Oder sucht man einen Lektor in Berlin über Yahoo, so findet man 911.000 Ergebnisse für „Lektor in Berlin“. Natürlich ist das nicht die wahre Anzahl an Lektoren, doch spiegelt es die zunehmende Aufmerksamkeit wie auch ein steigendes Angebot in dieser Thematik wider.

Das mögliche Einkommen vom Lektor

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e. V. mit Sitz in Amorbach hat für Berufsanfänger in den Bereichen Lektorat und Korrektorat Honorarempfehlungen gegeben, die eine erste Orientierungshilfe für die Honorarkalkulation darstellen. Diese beruhen auf den Ergebnissen mehrerer Honorarumfragen sowie allgemeinen betriebswirtschaftlichen Erwägungen und haben keinen verpflichtenden Charakter, auch nicht für VFLL-Mitglieder. Entscheidend bei einem Lektorat sind, wie bei jeder anderen Dienstleistung auch, das Angebot, die Nachfrage und letztendlich die eigene Kundenbindung, welche nur durch die Qualität der Arbeit erreicht werden kann.

Fazit: Lektorieren und Korrekturlesen lohnt sich immer! Für beide Seiten! Ob Lektorat von einem ornithologischen Text, einer biologischen Aufzeichnung, ein Psychologie – Lektorat oder die Korrektur einer Dissertation; ein perfekter und stimmiger Text ist die Visitenkarte des Herausgebers. Deswegen ist bei bedeutsamen und für die Öffentlichkeit bestimmten Texten ein professionelles Lektorat unbedingt anzuraten.

Hinweis: Suchen Sie weitere und ausführliche Informationen über ein Lektorat, den Lektor, die Texterstellung und Bearbeitung von Text oder eine Agentur in Ihrer Nähe, so finden Sie zahlreiche Informationen über die Links auf dieser Webseite.

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